
Biografie
Eigentlich hat alles mit dem Studium der Innenarchitektur angefangen. Und ziemlich schnell mit der Erkenntnis, dass mich Räume allein nicht lange beschäftigen würden.
Schon im Studium an der AMD Akademie Mode & Design war Gestaltung für mich nie sauber in einzelne Disziplinen getrennt. Wir haben gezeichnet, Räume entwickelt, über Marken gesprochen, Grafik gestaltet und Geschichten um Projekte gebaut.
Meine Bachelorarbeit habe ich gemeinsam mit einem Modedesigner entwickelt. Entstanden ist eine parasitäre Großskulptur an einem Nicht-Ort in Hamburg, kombiniert mit einer Modekollektion, die ich durch 3D-gedruckte parametrische Objekte ergänzt habe. Innenarchitektur, Produkt, Inszenierung und Marke liefen dabei ganz selbstverständlich ineinander.
Nach dem Studium bin ich gemeinsam mit meiner Kommilitonin Viviane direkt in die Selbstständigkeit gestartet. Unser damaliger Name MORPHINE COLLECTIVE war dabei ziemlich programmatisch: Das „Collective“ stand für unsere Vorstellung eines interdisziplinären Kreativkollektivs, das Gestaltung nicht in festen Disziplinen denkt. Innenarchitektur, Grafik, Marke, digitale Räume – für uns gehörte das alles zusammen.
Also haben wir Räume entworfen, Websites gebaut, Marken entwickelt, 3D-Visualisierungen produziert und erste Social-Media-Konzepte für Architekturbüros entwickelt.
Irgendwann wurde uns klar, wo unser größter Hebel liegt: in der Kommunikation von Architektur.
Wir kennen die Branche von innen. Wir verstehen, wie Architekt denken, arbeiten und gestalten. Und gleichzeitig sehen wir, wie viel von dieser Haltung nach außen häufig unsichtbar bleibt.
Genau darauf haben wir uns immer stärker spezialisiert.
Heute arbeiten wir als studio morfin mit Architekturbüros in Deutschland und der Schweiz an Marken, Positionierungen, Websites und Kommunikationssystemen. In Projekten und Workshops helfen wir Büros dabei, eine eigene Stimme zu entwickeln und sichtbar zu machen, was sie tatsächlich besonders macht.
Und trotzdem bin ich Gestalter geblieben.
Ich baue weiterhin Möbel und Kunstobjekte, experimentiere mit digitalen und analogen Formen und habe mit unserem eigenen Coworking Space NO TENDENCY SPACE ein Stück Innenarchitektur zurück in meinen Alltag geholt.
Gerade entwickeln wir diesen Ort Schritt für Schritt weiter: weg vom klassischen Coworking Space, hin zu einem unkonventionellen Community Space für Menschen, die Dinge machen, ausprobieren und gestalten wollen.
Vielleicht ist genau das heute unsere eigentliche Stärke: Wir haben uns klar auf Architekturbüros spezialisiert, schauen aber nie nur aus einer Disziplin auf ihre Arbeit. Wir verstehen Projekte, erkennen gestalterische Handschriften und machen Qualitäten sichtbar, die Büros selbst oft gar nicht mehr wahrnehmen.
Die Vielseitigkeit unserer eigenen Biografie hilft uns dabei, innerhalb einer sehr klaren Spezialisierung offen zu denken und genau daraus entsteht für uns gute Arbeit.

“Architekturbüros sitzen auf einem riesigen Content-Schatz. Kaum eine Branche vereint so viele inhaltliche, visuelle und kulturelle Themen an einem Ort.”- Marcel Mentzel

