Citizen Science & Citizen Entrepreneurship – Was steckt dahinter?

In unserem eigenen Wortschatzkosmos oft genutzt, möchten wir heute die beiden Begrifflichkeiten Citizen Science und Citizen Entrepreneurship näher erläutern.

Citizen Science, die Bürgerwissenschaft

Citizen Scientists oder auch Bürgerforscher*innen – wer ist damit gemeint? Dahinter steckt eine Bewegung, an der sich jeder beteiligen kann. Bürger stehen im Dialog mit Wissenschaftlern und Forschern. Es ist eine Form offener Wissenschaft, deren Forschungsprojekte unter Einbeziehung von interessierten Laien durchgeführt werden. Die Bürgerwissenschaftler melden Beobachtungen, führen Messungen durch, fotografieren und dokumentieren oder werten Daten aus.

Die erste bekannte organisierte Citizen Science Aktion fand Weihnachten im Jahr 1900 in den USA statt. Es war der „Christmas Bird Count“, also eine Vogelzählung, die seitdem jedes Jahr durchgeführt wird, um den Bestand bestimmter Arten zu erfassen.

Ein anderes Citizen Science Projekt ist [email protected] von der University of California in Berkeley. Es ist ein Volunteer-Computing-Projekt, das sich mit der Suche nach außerirdischem intelligenten Leben befasst. Es wird nach schmalbandigen Funksignalen aus dem Weltraum gesucht, da davon ausgegangen wird, dass diese Signale nicht natürlichen Ursprungs sind. Bisher war diese Suche erfolglos, aber die Forscher bleiben tüchtig.

Citizen Entrepreneurship: ökonomische Partizipation

Der Begriff Citizen Entrepreneurship leitet sich aus der Citizen Science ab. In Prof. Faltins Büchern findet man diesen Begriff nicht selten. In seinem neusten Buch widmet er dem Citizen Entrepreneur sogar ein ganzes Kapitel (siehe: „Vom engagierten Bürger zum Citizen Entrepreneur“ in David gegen Goliath). Gemeint ist hiermit die ökonomische Partizipation: „Der Zugang zu aktiver Teilhabe am Wirtschaftsgeschehen verändert sich in einem Ausmaß, wie es die Geschichte noch nie gesehen hat. Heute haben wir die Chance, Entrepreneurship anders anzugehen, als wir es aus der Vergangenheit kennen“, Günter Faltin.

Ein Beispiel: Fair Trade. Die Redeweise von der Verschlechterung der terms of trade zuungunsten der Entwicklungsländer war jahrzehntelang ein Topos in den Wirtschaftswissenschaften. Hätten wir auf die Politik und den Gesetzgeber gewartet, gäbe es heute noch keine Fair-Trade-Produkte. Fairen Handel bloß zu fordern half wenig. Man musste es tun. Es brauchte die Initiative von Menschen. Sie entwickelten ein Konzept für Fair Trade, das praktisch umsetzbar, sinnlich erfahrbar war und funktionierte. Erst dann änderte sich etwas. Erst dann verstummte das Argument, fairer Handel sei eine Utopie.

In diesem Video spricht Prof. Faltin über die Chancen von Citizen Entrepreneurship für eine intelligentere Ökonomie:

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Youth Citizen Entrepreneurship Competition

Für die Entrepreneure, die an die Wirtschaft mit einer anderen Werteorientierung herantreten als nur Gewinnmaximierung, gibt es Unterstützung durch den Youth Citizen Entrepreneurship Wettbewerb. Einreichungen der Ideen und Projekte sind noch bis zum 15. Mai 2019 möglich. Wenn Sie mehr über den Wettbewerb erfahren möchten, besuchen Sie uns hier.

 

 

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