Green Economy Startups zeigen, dass Ökonomie besser geht

Die Kriterien für einen erfolgreichen Unternehmer sind nicht mehr an dem schnellen Wachstum, den sich überschlagenen Umsatzzahlen und einer hohen Bewertung seines Unternehmens zu messen. Heutzutage findet man die wahren Helden der Wirtschaft im Social Entrepreneurship. Es heißt Verantwortung übernehmen!

„Durch unser Handeln kann ein besseres Wirtschaften, ein besseres Leben möglich werden“ – Günter Faltin

Social Entrepreneure, also Sozialunternehmer, setzen sich für die Lösung eines sozialen oder ökologischen Problems ein und denken nicht vorrangig an Gewinnmaximierung. Diese ambitionierten Unternehmer verdienen große Aufmerksamkeit, daher möchten wir euch heute ein paar von ihnen vorstellen.

Green City Solutions (Berlin, Deutschland)

Green City Solutions verbessert weltweit die Luftqualität in Städten und entwickelte den erste Bio-Tech-Filter zur nachweisbaren Verbesserung der Luftqualität. Ihre Mooswände werden zur Bindung giftiger Feinstaube und Stickoxide eingesetzt. Gleichzeitig produziert das Moos Sauerstoff. Ein biologischer Luftfilter, der die Luftzirkulation in Städten verbessert.

 

I-Drop Water (Johannesburg, Süd Afrika)

750 Millionen Menschen auf unserem Planeten haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. In manchen Teilen von Afrika sind die Menschen darauf angewiesen, abgefülltes Wasser in Plastikflaschen zu kaufen um ihren Wasserbedarf zu decken. Dies ist nicht nur kostenintensiv sondern belastet gleichzeitig die Umwelt.

I-Drop Water stellt afrikanischen Geschäftsstellen Wasserdispenser zur Verfügung, sodass sich deren Kunden Trinkwasser in großen wiederverwendbaren Kanistern abfüllen können. So soll der immense Plastikflut entgegengewirkt werden und die lokale Wirtschaft angekurbelt werden. Die Umsätze werden gerecht geteilt: Für jeden Rand den I-Drop Water einnimmt, erhält der Ladenbesitzer ebenfalls einen Rand.

Social-Bee (München, Deutschland)

Geflüchtete vor der Langzeit-Arbeitslosigkeit schützen, das hat sich das Münchner Startups Social-Bee zur Aufgabe gemacht. Sie fungieren als zwischengeschalteter Arbeitgeber und erleichtern Geflüchteten den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Daneben bieten sie Ihnen Hilfe bei alltäglichen Herausforderungen durch Alltagsbetreuung, Sprachschulungen und Arbeitscoaching. Ziel ist es, Geflüchtete Schritt für Schritt für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Alle Betriebseinnahmen werden in das Unternehmen refinanziert.

Bioestibas (Bogotá, Kolumbien)

Die Hortensie ist eine Blume, die in Kolumbien angebaut und als Exportprodukt gehandelt wird. Kolumbien ist nach den Niederlanden der wichtigste Lieferant von Schnittblumen auf dem Weltmarkt. Leider hinterlässt die schöne Blüte eine ganze Menge Abfall. Allein die Stiele der Blume machen 6.000 Tonnen Müll pro Monat aus.

Bioestibas aus Kolumbien stellen ökologische Transportpaletten aus dem eigentlichen Abfallprodukt, den Stängeln der Hortensie, her. Das Material hat viele Vorteile. Es ist sehr leicht, Feuer- und Schädlings-resistent,  und vor allem ist es einen Rohstoff, der eben sonst ein Abfallprodukt wäre.

Siam Organic (Bangkok, Thailand)

Während ihres MBA Studiums erfuhren Neil und Palmmy, dass thailändische Landwirte zu der Gruppe der am schlechtbezahltesten Arbeitern gehört. Mit großem Willen, daran etwas ändern zu wollen, gründeten sie Siam Organic. Der Online Vertrieb kann durch Disintermediation („cutting out the middleman“) den Farmern faire Löhne zahlen.

Bild: Siam Organic

 

paprfloor (Weil der Stadt, Deutschland)

Messen und Konferenzen produzieren in Deutschland eine unvorstellbar große Menge an Abfall. Paprfoor nimmt sich diesem Problem an: Sie produzieren nachhaltigen Bodenbelag für Messen und temporäre Bauten. Durch eine Crowd-Funding Kampagne konnte paprfloor ihre Suche nach einem neuartigen Bodenbelag entwickeln, der mittlerweile kommerziell genutzt werden kann. Jeder qm paprfloor reduziert die CO2 Belastung durch herkömmliche Messeböden um 10 kg. Zudem muss der Belag nicht als Sondermüll entsorgt werden und verschwendet keine Rohöl in der Produktion.

Mehr Social Entrepreneure braucht die Welt

Heute ist der deutsche „Overshoot Day„, der Tag, an dem Deutschland so viele Ressourcen verbraucht hat, wie durch die Natur selbst in einem Jahr neu produziert werden. Er ist dieses Jahr zwar einen Tag später dran als letztes Jahr (positive Entwicklung), jedoch drei Monate früher als die Welt (relativ schlechte Entwicklung).

Wir finden daher großartig, mit welch innovativen Lösungen die vorgestellten (und natürlich alle anderen) Social Startups die Welt ein Stück verbessern. Damit wir den Overshoot Day so spät wie möglich erreichen, braucht es genau solche Ideen. Jeder einzelne kann einen Teil zur Lösung beitragen!

 

 

 

 

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