Gründer*innen Steckbrief: Justus Thegemey & Anna-Sumi Ahrens

Sumi und Justus
Sumi und Justus

Dein Ginseng – aktive Pflanzenstoffe für den müden Moment

Eigentlich wollte Anna-Sumi Ahrens etwas aus ihrer Baumhaus Idee machen. Während der Masterclass 2018 kam jedoch alles anders. Dort lernte sie Justus Thegemey kennen und die beiden kamen zu dem Entschluss, dass sie zusammen gern ein ganz anderes Konzept umsetzen möchten. In unserem Gründer*innen Steckbrief berichtet sie von ihrer Gründung rund um Dein Ginseng.

Was ist eure Idee? Worum geht es bei euch?

Unser Ginseng-Tee besteht aus 100% rotem koreanischen Ginseng. Wir achten darauf, hochwertigste Qualität zu gewährleisten und verzichten auf Füll- und Zusatzstoffe, sowie auf Zucker. Durch den direkten Import vom Ginseng-Feld garantieren wir ein natürliches Produkt in zertifizierter Qualität zu einem fairen Preis.

Welches grundsätzliche Problem löst ihr damit?

Gerade in der aktuellen Situation erfahren wir, wie wichtig es ist, eine stabile Gesundheit, ein starkes Immunsystem und eine belastbare Psyche zu haben. Ginseng hat sich über Jahrtausende hinweg als hilfreicher Begleiter bei vielen Volkskrankheiten erwiesen. Er wirkt unterstützend bei der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Stress und stärkt die Abwehrkräfte maßgeblich.

Doch auch gesunde Menschen können von der Ginsengwurzel profitieren und sie zur Prophylaxe ihrer Gesundheit anwenden. Unsere Vision ist, dass mehr Menschen sich bewusst um ihre Gesundheit kümmern. Und zwar bevor sie gefährdet oder abhanden gekommen ist. In diesem Sinne trägt Ginseng zur Lebensenergie und Körperkraft bei und harmonisiert Körper und Geist.

Wie kamt ihr auf die Idee – erzähle ein bisschen über euch, eure Vergangenheit, Interessen und wie eure Entwicklung hin zum Entrepreneurship stattgefunden hat?

Justus und ich lernten uns in der Masterclass der Entrepreneur Stiftung im Jahre 2018 kennen. Schnell war klar, dass wir uns eine gute Zusammenarbeit vorstellen können. Neben unseren Vollzeitjobs suchten wir nach einem kreativen und selbstständigen Projekt. So wurde die Idee des Ginsengs geboren, da wir dazu beide bereits einen Bezug hatten. Wir reisten nach Südkorea, um uns mit dem Ursprung des Ginsengs vertraut zu machen, besuchten viele Ginseng Farmen und lernten von der koreanischen Expertise und Erfahrung sehr viel mehr über die Wurzel und deren Verwendung.

An welchen Stellen habt ihr Hilfe gebraucht, was waren die größten Herausforderungen?

Es gibt einige Themenbereiche, in denen Justus und ich nicht zu Hause sind. In diesen Bereichen holen wir uns Unterstützung von Profis. Die gibt es ja für alle Anliegen. Wir haben gelernt, uns auf unsere individuellen Stärken zu konzentrieren und die Aufgaben dementsprechend zu verteilen. Dinge, die wir nicht lösen können, geben wir lieber ab. Das spart jede Menge Zeit. Manchmal reicht es aber auch, wenn man Dinge für’s Erste nicht perfekt löst, sondern eine Zwischenlösung findet. Später wenn man mehr Erfahrung auf dem Gebiet gesammelt hat, oder durch das Netzwerk jemanden kennengelernt hat, der das Wissen für die Problemstellung hat, kann man die Zwischenlösung immer noch optimieren.

Im Team ist ja das Gute, dass mal der eine, mal der andere mehr motiviert ist und dadurch den anderen mitzieht. Das hat zur Folge, dass man nicht aufgibt!

Unserer Meinung nach ist die größte Herausforderung immer am Ball zu bleiben. Es gibt Situationen die herausfordernd sind, doch wir haben mittlerweile immer mehr Übung und es bringt uns richtig Spaß diese Herausforderungen anzugehen und sie zu lösen. Im Team ist ja das Gute, dass mal der eine, mal der andere mehr motiviert ist und dadurch den anderen mitzieht. Das hat zur Folge, dass man nicht aufgibt und den langen Gründungsprozess durchhält.

Ihr habt auf dem Entrepreneurship Summit am Proof of Concept teilgenommen, inwieweit hat er euch bei der Entwicklung geholfen?

Der Proof of Concept war für uns eines der besten Dinge, die uns passieren konnten. Er hat uns bestärkt mit unserem Produkt im damaligen Status Quo an die Öffentlichkeit zu gehen. Viel zu oft wird gewartet bis ein Produkt oder eine Dienstleistung perfekt und repräsentativ scheint, doch erneut haben wir gemerkt, dass es sich lohnt das Produkt im frühen Stadion der Außenwelt zu präsentieren. Dadurch konnten wir viele gute Tipps, Verbesserungsvorschläge und wertvolles Feedback sammeln und haben mittlerweile sowohl unseren Ginseng-Tee sowie das Konzept weiter verbessert und den Kundenwünschen entsprechend angepasst.

Wir möchten hier noch mal deutlich sagen: Danke liebe Stiftung Entrepreneurship, dass wir die Möglichkeit hatten unseren Tee zu präsentieren. Wir würden es immer wieder tun!

Dein Ginseng

Wie hat sich „Dein Ginseng.“ im Anschluss entwickelt?

Nach dem Proof of Concept hatten wir jede Menge To Do’s. Wir hatten sehr viel Feedback und Anregungen erhalten und an Firma und Produkt weitergearbeitet. Wir waren zusätzlich auf der Veggie World in Berlin mit einem Start-Up-Stand vertreten. Das war für uns sehr spannend und wir haben wieder viele hilfreiche Kontakte geknüpft und unseren wunderbaren Ginseng-Tee in die Welt gebracht.

Was ist in euren Augen ein „Job mit Sinn“ und was bedeutet es für euch nachhaltig zu agieren?

Ein Job mit Sinn ist einer, der einen erfüllt. Weil er für andere ein Problem löst oder ein von den Kunden gewünschtes oder benötigtes Produkt schafft und zugänglich macht. Dann ist man auch mit Leidenschaft dabei. Wie wir wissen können wir nur in Dingen wirklich gut sein, in denen wir positive Emotionen und volle Motivation verspüren. Dadurch verbinden wir unsere Werte und tiefen Überzeugungen jeden Tag mit unserer Arbeit. Es gibt wahrscheinlich nichts Schöneres, als dieses täglich zu (er-)leben.

Nachhaltigkeit ist für unser Projekt ein Wert der ganz oben auf der Liste steht. Wir wollen eine gute Zusammenarbeit mit all unseren Partnern und Kunden, die auf Dauer angelegt ist. Daher geht es bei der Weiterentwicklung unseres Geschäfts um ein gesundes Wachstum nach unseren Werten.

Und auch auf das Produkt bezogen gehört dazu, die ganze Produkt-Kette Schritt für Schritt auf verantwortungsvolle Komponenten zu überprüfen, aufzubauen oder zu verbessern.

Die Rahmenbedingungen sollten es ermöglichen, dass die Kreativität der Menschen für Verbesserungen und Problemlösungen eingesetzt wird.

Was würdet ihr gern sofort an der Arbeitswelt verändern?

Das ist ein großes Thema, das den Platz hier sprengen würde. Grundsätzlich sollten es die Rahmenbedingungen ermöglichen, dass der psychische Druck des Grunderwerbs auf jeden Einzelnen gemindert wird. Die Rahmenbedingungen sollten es ermöglichen, dass die Kreativität der Menschen für Verbesserungen und Problemlösungen eingesetzt wird. Ein schönes Stichwort ist auch die Systematik der „Bullshit-Jobs“, in denen die (Lebens-)Energie der Menschen mit viel (Lebens-)Zeit für teilweise viel (Schmerzens-)Geld aber ohne echten Wert für andere verpufft. Wie gesagt – Ein weites Feld.

Was macht für euch den Reiz der Selbstständigkeit aus?

Es ist permanent eine extrem spannende Reise, ein Abenteuer mit Begegnungen von großartigen Menschen und die Möglichkeit sich auch als Erwachsener ständig weiter zu entwickeln und zu lernen. Für uns liegt der große Reiz auch darin, sich seiner eigenen großen Herzensangelegenheit zu widmen und selbstbestimmt und ortsunabhängig zu arbeiten.

Könnt ihr euch vorstellen (nochmal oder irgendwann einmal) in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten?

Da wir beide zur Zeit in einem Angestelltenverhältnis sind, stellt sich für uns diese Frage gerade nicht. Es gibt ja einige Vorteile, wenn man eine Gründung nebenberuflich startet. Insbesondere die finanzielle Sicherheit, die dadurch gewährleistet ist, ist nicht zu unterschätzen. So gibt es keinen extremen Druck, dass das Unternehmen von heute auf morgen „stehen“ muss.

Und wir sind überzeugt, dass wir selbst für unsere aktuellen Arbeitgeber bessere, wertvollere Mitarbeiter geworden sind. Wir haben schon jetzt reichlich Kenntnisse und Erfahrungen erworben, die wir täglich zum Vorteil für unsere Arbeitgeber in unsere „festen“ Jobs mit einbringen. Das könnte keine der üblichen vom Arbeitgeber bezahlte Weiterbildung schaffen!

Was möchtet ihr Entrepreneuren aus euren Erfahrungen heraus sagen, die ganz am Anfang ihrer Gründung stehen?

Einfach machen, dranbleiben und besser werden.

Gleichgesinnte zum Austausch suchen. Das hilft beim Durchhalten und Vorankommen immens.

Lebt eure Träume! Es gibt nichts Erfüllenderes als ein eigenes Unternehmen zu gründen. In der Zeit der Gründung steigt die Lernkurve extrem. Vieles von dem was wir heute können, hätten wir vor 2 Jahren nicht zu lösen gewusst. Stück für Stück geht es immer weiter. Und die Erlebnisse sind unbezahlbar.

 

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