Der grüne Daumen wurde mir im Grunde schon durch meinen Nachnamen Boomgaarden 1962 in die Wiege gelegt. Geboren wurde ich in Wiesbaden. Dort hielt es meine Eltern nicht lange, denn mein Vater arbeitete in dieser Zeit als Maschinenbauingenieur weltweit. Meine Mutter, eine sehr schöne, neugierige und aufgeschlossene Frau, folgt meinem Vater mit ihren 2 Töchtern, zu seinen Arbeitplätzen. Mit recht, so war mein Vater doch ein stattlicher, gutaussehender Mann und die Welt für meine Mutter ein Leben lang eine Reise wert. Nach einer mehr oder weniger leidenschaftlichen Schulzeit machte ich Abitur und begann bei der Landwirtschaftlichen Entwicklungsabteilung der Höchst AG meine Ausbildung als Obstbauerin, als einziges Mädchen der ganzen Berufschule. Welches Mädchen wollte damals schon Obstbauer werden? Ich!

Auf dieser Welt gibt es wahrlich keinen schöneren Arbeitsplatz als blühende Obstanlagen im Frühling und die Ernte von leckersten Früchten, das ganze Jahr durch. Nun denn, die Realität war nicht so ganz verträumt, nach Tage langem Einschlagen von Pfählen mit dem Vorschlaghammer für eine Neuanlage, konnte ich nur noch mit einem Strohhalm trinken, so schwer waren die Arme. Auch der Winter erwies sich als sehr unangenehm, er war kalt bis -15° C, aber die Obstbäume mussten geschnitten werden. In dieser Zeit lernte ich mich warm denken, Schnaps trinken und das kribbeln, wenn man abends durchgefroren in die Badewanne steigt. Nach 2 Jahren harter Arbeit wurde mir klar,  dass ich zwar den schönsten Beruf der Welt hatte, aber im Winter doch gerne mal ein paar Stunden im Büro sitzen wollte. Mit meiner Medienarbeit habe ich in der Welt der Jugendlichkeit begonnen, eigentlich sehr spät. Mit 40 Jahren begann ich mit meinem ersten Gartensprechstunden bei SWR4. Ich liebte es vom ersten Moment an. Live Fragen und ein wenig plaudern mit Menschen, die dasselbe lieben wie ich, alles Grün, einfach wunderschön.
Für die Tontechniker war es am Anfang mit mir eine wahre Herausforderung, denn mein Lachen kann man schlecht ausblenden. Wir haben uns schnell geeinigt, wenn’s wirklich lustig wird und ich losprusten muss, fahre ich einfach mit dem Stuhl ein Stück vom Mikro weg.
An dem Tag als ich meinen ersten live Auftritt im SWR Fernsehen hatte wurde der Papst gewählt. Ich fand die Spannung fast nicht zum aushalten, bekommen wir einen Deutschen Papst und komme ich noch auf Sendung? Einen Deutschen Papst bekamen wir und auf Sendung war ich genau 2 Minuten.
Schon mal nicht schlecht für den Anfang. Nun mache ich schon vielen Jahren Live-Sendungen, mit anhaltender Begeisterung. Zum Beispiel die Gartensprechstunde in SWR 4 RLP, genauso in den live TV-Sendungen: ARD-Buffet, Kaffee oder Tee und Landesschau im SWR Fernsehen.

Heike Boomgarden

Vita

SWR Fernsehen: Die „essbare“ Stadt

Nominiert zum Nachhaltigkeitspreis 2014 (Youtube)

Spiegel.de – Neu im Club der Weltverbesserer

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Essbare Stadt Andernach

Social_Report_2013