Von technischen Innovationen zu tragfähigen Geschäftsmodellen

Impulsgruppe
Time
19.10.19, 18:00 - 19:00 (CEST)
Location
Hörsaal C

Ob Forscher oder Tüftler, wer eine technische Innovation hervorgebracht hat,
möchte etwas daraus machen. Aber nur selten führt der zunächst ins Auge
gefasste Anwendungsbereich zum Erfolg. Es lohnt sich weiter zu suchen, bis
eine Anwendung gefunden ist, bei der die Innovation einen deutlichen
Mehrwert ausspielen kann. Es ist nicht unähnlich der Arbeit eines
Trüffelschweins, das lange nach den begehrten Pilzen im Waldboden sucht und
dazu feinen Geruchsspuren folgt, bis es auf sie stößt.

Erste Ideen entstehen im Kreis der Erfinder, aber oft sind es Außenseiter,
die anderes Wissen, Erfahrungen und Bedürfnisse haben und dadurch neue
Bereiche der Anwendung assoziieren können. Wer mit seiner Erfindung erste
Prototypen baut und sie für verschiedene Zielgruppen erlebbar und
"begreifbar" macht, bekommt von diesen Zielgruppen oft wertvolle Impulse für
weitere Erkundungen. Auch Pilotprojekte, in denen die Innovation in einem
neuen Bereich erprobt wird, liefern solche Einsichten.

Es gilt daher im unternehmerischen Handeln flexibel zu bleiben, mit dem
Startkapital sparsam zu wirtschaften um für neue Produkte und Anwendungen
offen zu bleiben. In den Erzählungen erfolgreicher Gründer finden sich immer
wieder solche Schwenks in der Ausgestaltung des Produkts oder des Vertriebs
die schließlich in ein erfolgreiches Geschäftsmodell mündeten. Eric Ries,
der Autor des Buches "Lean Startup", nennt solche strategischen Schwenks
"Pivot". Günter Faltin spricht von der Reifung des unternehmerischen
Konzepts.

Referenten