
Dr. Kathrin Gassert & Thomas Räuchle-Gehrig im Live Interview
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In seiner Keynote „NEW WORK: Zukunftsfähiges Entrepreneurship und die Umorientierung vom Sollen zum Wollen” sprach Prof. Hüther über die wesentlichen Aspekte erfolgreichen Unternehmertums aus neurobiologischer und menschlicher Perspektive. Er kontrastierte dabei technisches Wissen und künstliche Intelligenz mit menschlicher Erfahrung, Erkenntnis und Hingabe. Zentral ist für ihn, dass Unternehmen nur dann wirklich erfolgreich sein können, wenn die Menschen in ihnen Freude und Sinn in ihrer Tätigkeit erleben und ihre Fähigkeiten kreativ einbringen können. Er verwendet dabei das Bild der Strickliesel als Metapher: Der Prozess des Gestaltens (oben) erzeugt das Ergebnis (unten), das nur dann erfolgreich ist, wenn man die Arbeit mit Hingabe ausführt und miteinander kooperiert.
Hüther kritisiert die traditionelle, hierarchische und autoritäre Organisationsstruktur, die Menschen zu Objekten macht, und plädiert für neue Formen der Zusammenarbeit, bei der individuelle Talente und Motivation anerkannt werden. Dabei betont er, dass Veränderung nur über eigene, authentische Erfahrungen möglich ist und dass Führungskräfte andere nur einladen können, sich zu entwickeln, wenn sie echtes Interesse an diesen Menschen zeigen.
Er verdeutlicht, dass die Herausforderungen der modernen Welt – Fachkräftemangel, Digitalisierung, komplexe Organisationsstrukturen – nicht durch reines Wissen oder externe Steuerung gelöst werden, sondern durch Begeisterung, Kooperation und authentische Gestaltungsmöglichkeiten der Menschen.
1. Erkenntnis schlägt Wissen:
Wissen kann ausgelagert werden (z. B. durch KI), echte unternehmerische Entscheidungen entstehen erst durch eigene Erkenntnis und tiefes Begreifen.
2. Hingabe erzeugt Qualität:
Ähnlich wie bei der Strickliesel entstehen Ergebnisse nur, wenn man mit Konzentration, Geduld und Leidenschaft arbeitet.
3. Motivation durch Sinn:
Fachkräfte arbeiten nur mit echter Begeisterung und Engagement, wenn sie selbstwirksam sind und die Bedeutung ihrer Arbeit erkennen.
4. Kooperation ist zentral:
Unternehmen funktionieren wie lebendige Organismen; Erfolg entsteht, wenn alle „Zellen“ (Mitarbeiter) im Sinne des Ganzen zusammenwirken.
5. Veränderung durch Einladung:
Menschen ändern sich nur, wenn sie neue Erfahrungen selbst machen dürfen. Führung heißt inspirieren und einladen, nicht kontrollieren.
Prof. Dr. Gerald Hüther ist renommierter Neurobiologe, Hirnforscher und Autor zahlreicher Publikationen über Lernen, Entwicklung und menschliche Potenziale. Er gilt als Experte für die Verbindung von Wissenschaft, Pädagogik und gesellschaftlicher Praxis. Hüther setzt sich für eine organisations- und erziehungswissenschaftliche Neuorientierung ein, die auf Motivation, Sinnhaftigkeit und Kooperation statt auf reines Wissen, Kontrolle und Hierarchie setzt. In seinen Keynotes inspiriert er Unternehmer, Führungskräfte und Pädagogen gleichermaßen, die Potenziale ihrer Mitarbeiter und Teams zu erkennen und Räume für kreative Entfaltung zu schaffen.
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