
Dr. Kathrin Gassert & Thomas Räuchle-Gehrig im Live Interview
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In seiner Keynote „Künstliche Intelligenz - warum jeder von uns ein Designer sein kann” thematisiert Prof. Mike Richter die Verbindung von Design, Unternehmertum und künstlicher Intelligenz (KI) und zeigt auf, wie diese Bereiche genutzt werden können, um kreative Prozesse zu beschleunigen und Innovationen zu realisieren. Richter beginnt mit einer Reflexion über technologische Beschleunigung („acceleration of change“) und vergleicht die heutige KI-Revolution mit früheren Technologie-Sprüngen wie der Einführung des Mobiltelefons oder des Internets. Er argumentiert, dass Gründer die Geschwindigkeit des Wandels nicht ignorieren können, sondern die Chancen aktiv nutzen müssen.
Richter betont, dass jeder Mensch ein Designer ist, da wir alle Fähigkeiten wie Vorstellungskraft, Kreativität, emotionale Intelligenz und Handlungsfähigkeit besitzen, um Probleme zu lösen. Design bedeutet für ihn, bestehende Situationen in bessere Zustände zu transformieren. KI-Tools können diesen Prozess unterstützen, indem sie kreative Ideen visualisieren, simulieren und iterativ weiterentwickeln, ersetzen jedoch nicht den unternehmerischen Umsetzungswillen. Er illustriert dies anhand von Beispielen wie Packaging-Design, Image-to-Code-Tools und generativer KI für 3D-Modelle und Musik.
Abschließend stellt Richter klar, dass die Kombination von unternehmerischem Handeln, Design-Thinking und KI eine „Spielwiese“ für Innovation bietet, aber der Schlüssel zum Erfolg die aktive Umsetzung der Ideen ist.
1. Jeder ist Designer:
Gründer können ihre Vorstellungskraft, ihre Erfahrungen und ihre Intuition nutzen, um Probleme zu erkennen und kreative Lösungen zu entwickeln. Design ist nicht nur ästhetisch, sondern funktional, emotional und erfahrungsbasiert.
2. Technologischer Wandel erfordert schnelle Adoption:
Innovationen wie das iPhone oder generative KI breiten sich extrem schnell aus. Gründer müssen bereit sein, neue Technologien sofort zu verstehen und einzusetzen.
3. KI als Werkzeug, nicht als Lösung:
Künstliche Intelligenz unterstützt kreative Prozesse (z. B. Design, Visualisierung, Prototyping), ersetzt aber nicht das unternehmerische Handeln. Ideen müssen aktiv umgesetzt werden.
4. Iteratives Arbeiten und Experimentieren:
Inspiration entsteht durch Beobachten, Ausprobieren und iteratives Verbessern. Halluzinationen der KI oder unerwartete Ergebnisse sollten als Impulse genutzt werden, um neue Wege zu entdecken.
5. Erfahrungen visualisieren und realisieren:
Erfolg entsteht, wenn Gründer ihre Vorstellungen in greifbare Prototypen oder Produkte umsetzen. Kombination aus Kopf, Hand und Bauch – also Denken, Tun und Intuition – ist entscheidend.
Prof. Mike Richter ist Experte für Design, Innovation und unternehmerisches Denken. Als Gründer und Unternehmer blickt er auf langjährige Erfahrung in der Mobilfunk- und Tech-Branche zurück, darunter frühe Startups zur Einführung mobiler Technologien. Heute lehrt er an führenden Hochschulen, wie Design-Thinking, Kreativität und technologische Werkzeuge wie künstliche Intelligenz kombiniert werden können, um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Richter verbindet praxisnahe Beispiele aus Entrepreneurship, Designprozessen und KI-gestützter Produktentwicklung, um Gründer zu inspirieren, ihre Ideen aktiv umzusetzen und Chancen im schnellen Wandel zu nutzen.
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