
Dr. Kathrin Gassert & Thomas Räuchle-Gehrig im Live Interview
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Prof. Tania Singer beleuchtet in ihrer Keynote „From Inner Work to a more Caring Economy: A Social Neurocience Perspective”, wie psychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse genutzt werden können, um gesellschaftliche Herausforderungen wie Einsamkeit, Stress und soziale Ungleichheit zu bewältigen. Sie zeigt auf, dass menschliches Verhalten stark von Motivationssystemen geprägt ist, die kontextabhängig sind und durch gezieltes Training verändert werden können.
Sie stellt ihre Forschung zu Achtsamkeit, Mitgefühl und Perspektivübernahme vor, darunter die „Resource Project“-Programme, die systematisch soziale Gehirnnetzwerke stärken. Mit Methoden wie mindfulness-basierten Übungen und partnerbasierten empathischen Praktiken (Dyadic Practice) können Teilnehmer:innen ihre Resilienz, emotionale Regulation, soziale Verbundenheit und prosoziales Verhalten verbessern. Besonders betont sie die Wirksamkeit von sozialen Übungen, die sogar online skalierbar sind, um Einsamkeit zu reduzieren und Hoffnung sowie positive Lebenseinstellung zu fördern.
Prof. Singer verknüpft damit die wissenschaftliche Forschung direkt mit praktischen Lösungen für Unternehmer:innen, Lehrkräfte und Gesundheitsberufe, um nachhaltige soziale Kohärenz und psychische Gesundheit in Organisationen und Gesellschaft zu stärken.
1. Motivation ist kontextabhängig:
Verhalten ist kein festes Resultat von Präferenzen; durch gezielte Aktivierung von Care- und Empathiesystemen lassen sich Entscheidungen und Kooperation beeinflussen.
2. Soziale Gehirnnetzwerke sind trainierbar:
Achtsamkeit, Mitgefühl und Perspektivübernahme lassen sich durch regelmäßige Übungen verstärken und führen zu mehr Empathie, Resilienz und sozialer Intelligenz.
3. Partnerbasierte Praxis stärkt soziale Kohärenz:
Kurze, regelmäßige Übungen in dyadischer Form steigern Verbundenheit, reduzieren Einsamkeit und fördern Hoffnung, selbst in digitalen Formaten.
4. Balance zwischen Leistung und Fürsorge:
Übermäßige Motivation durch Macht, Konsum oder Leistung kann zu Stress, Burnout und Suchtverhalten führen; Unternehmer:innen profitieren von bewusstem Training sozialer und fürsorglicher Motivation.
5. Skalierbare mentale Praktiken wirken praktisch und messbar:
Wissenschaftlich geprüfte Übungen können online implementiert werden, reduzieren Stress, verbessern die psychische Gesundheit und erhöhen die Kooperation in Teams und Organisationen.
Prof. Tania Singer ist Psychologin und Neurowissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf Empathie, Mitgefühl und sozialen Gehirnnetzwerken. Sie leitete das Resource Project, ein langfristiges Forschungsprogramm, das zeigt, wie mentale Übungen Achtsamkeit, Perspektivübernahme und Mitgefühl trainierbar machen und zu messbaren Veränderungen im Gehirn und Verhalten führen.
Singer war Wirtschaftsprofessorin in Zürich, um interdisziplinär zu erforschen, wie Kooperation entsteht und zusammenbricht. Ihre Arbeit verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Programmen für Unternehmer:innen, Lehrkräfte und Gesundheitsberufe, um gesellschaftliche Resilienz, soziale Verbundenheit und psychische Gesundheit zu stärken. Sie entwickelt skalierbare Trainingsmethoden, die sowohl individuell als auch gesellschaftlich transformative Wirkung entfalten.
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