
Dr. Kathrin Gassert & Thomas Räuchle-Gehrig im Live Interview
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In dem Vortrag berichtet Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, über seine Erfahrungen bei der Umsetzung innovativer städtischer Projekte und gibt Einblicke in seine praktische Herangehensweise an Politik, Verwaltung und Unternehmertum. Er zeigt, wie man durch Hartnäckigkeit, Experimentierfreude und pragmatische Lösungen sichtbare Verbesserungen für Bürger:innen schafft.
Palmer beschreibt mehrere Projekte: den Ausbau von Radwegen nach Kopenhagener Standard, die Errichtung von Windparks, die Einführung von Licht nach Bedarf in der Straßenbeleuchtung und einen kostenlosen Samstagsbusverkehr. Ein zentraler Gedanke ist, dass man Ideen direkt in die Praxis umsetzen sollte, um Akzeptanz und Wirkung zu erzeugen – selbst wenn zunächst Widerstände bestehen. Außerdem betont er die Bedeutung von lokalem Handlungsspielraum, experimenteller Politik und pragmatischem Unternehmertum im kommunalen Umfeld.
Er kritisiert die Bürokratie und die teilweise fehlende Wahrnehmung kommunaler Probleme auf Bundesebene, zeigt aber auch, wie innovative Lösungen lokal erfolgreich umgesetzt werden können. Humor, Mut zum Ausprobieren und das Überwinden von Widerständen sind wiederkehrende Themen.
1. Schnell handeln und experimentieren:
Ideen direkt umsetzen, bevor sie durch endlose Diskussionen blockiert werden. Akzeptanz wächst durch Nutzung und sichtbare Ergebnisse.
2. Hartnäckigkeit zahlt sich aus:
Auch bei langen Genehmigungsprozessen (z. B. Windpark mit Denkmalschutz) lohnt es sich, juristisch und strategisch konsequent zu bleiben.
3. Innovation mit Pragmatismus verbinden:
Technische Lösungen wie „Licht nach Bedarf“ oder moderne Radwege müssen praktikabel, messbar und nutzerfreundlich sein, um Erfolg zu haben.
4. Kunden- und Bürgerfokus:
Angebote, die echte Bedürfnisse adressieren (z. B. kostenloser Busverkehr), erhöhen die Nutzung und schaffen positive Netzwerkeffekte.
5. Bürokratische Hürden kennen und umgehen:
Gründer müssen die Regelwerke verstehen, dürfen sich aber nicht entmutigen lassen. Oft sind kleine, kreative Wege der Schlüssel zum Erfolg.
Boris Palmer ist seit 2007 Oberbürgermeister von Tübingen und Mitglied der Grünen. Er hat sich einen Ruf als pragmatischer, innovativer Kommunalpolitiker erworben, der lokale Projekte oft schneller und mutiger umsetzt als üblich. Unter seiner Führung hat Tübingen zahlreiche städtische Innovationsprojekte realisiert, darunter den Ausbau eines modernen Radwegenetzes, die Einführung von Licht nach Bedarf, kostenlose Busangebote und die Umsetzung von Windkraftprojekten. Palmer ist bekannt für seinen humorvollen, direkten Stil und seine Fähigkeit, komplexe Verwaltungsthemen verständlich zu kommunizieren.
Er gilt als Beispiel für lokalpolitisches Unternehmertum: Durch gezieltes Experimentieren, strategische Hartnäckigkeit und mutige Entscheidungen setzt er Projekte um, die oft als Pilotlösungen für andere Städte dienen könnten. Seine Erfahrungen zeigen, wie Politik und Unternehmergeist auf kommunaler Ebene erfolgreich verbunden werden können.
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