
Dr. Kathrin Gassert & Thomas Räuchle-Gehrig im Live Interview
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In der Keynote „Wie man ein erfolgreiches Social Business gründet.” berichtet Christian Kroll, Gründer von Ecosia, über die Gründung und Entwicklung der Suchmaschine, die Gewinn aus Werbung zu 100 % in Klimaprojekte, insbesondere Baumpflanzungen, investiert. Er erklärt, wie Ecosia weltweit Ökosysteme regeneriert, CO₂ bindet und gleichzeitig lokale Gemeinschaften unterstützt, indem Menschen vor Ort Einkommen durch das Pflanzen von Bäumen erhalten.
Kroll geht auf die praktischen Herausforderungen von Social Entrepreneurship ein, wie die Sicherung der Unternehmensmission durch die Übertragung der Unternehmensanteile an die Purpose-Stiftung, die Transparenz in Finanzen und Projekten gewährleistet. Zudem spricht er über die gesellschaftliche Wirkung von kleinen Maßnahmen, die Skalierbarkeit von Ideen und die Möglichkeiten, als Startup gegen große Tech-Konzerne erfolgreich zu sein. Ein zentrales Thema ist, dass Profit nicht das einzige Ziel sein muss und dass Unternehmen gezielt gesellschaftliche und ökologische Wirkung erzeugen können.
Darüber hinaus teilt er Beispiele für gesellschaftliches Engagement von Ecosia, wie den Versuch, den Hambacher Forst zu kaufen oder den Baumentscheid in Berlin mitzugestalten. Die Keynote zeigt praxisnah, wie man Innovation, Nachhaltigkeit und Unternehmergeist kombiniert, um echten Impact zu erzielen.
1. Mission über Profit stellen:
Das Unternehmen konsequent auf einen sozialen oder ökologischen Zweck auszurichten, schafft langfristige Stabilität und gesellschaftliche Wirkung.
2. Bootstrapping funktioniert:
Ecosia wurde ohne externe Investoren aufgebaut; Selbstfinanzierung ist möglich, wenn man Nutzer und Ressourcen effizient einsetzt.
3. Transparenz schafft Vertrauen:
Offenlegung von Einnahmen, Ausgaben und Projektergebnissen stärkt Glaubwürdigkeit bei Nutzern, Partnern und Mitarbeitenden.
4. Skalierbare Wirkung durch einfache Mechanismen:
Kleine alltägliche Handlungen der Nutzer, wie Suchanfragen, können bei richtiger Gestaltung große globale Effekte erzielen.
5. Innovativ gegen größere Wettbewerber bestehen:
Kreative Lösungen, klare Mission und Community-Support ermöglichen es kleinen Startups, gegen massive Marktplayer erfolgreich zu sein (David-gegen-Goliath-Prinzip).
Christian Kroll ist der Gründer von Ecosia, einer nachhaltigen Suchmaschine, die 100 % ihrer Gewinne in Klimaschutzprojekte investiert. Mit einem Hintergrund in Betriebswirtschaftslehre hat er Ecosia aus eigener Kraft (Bootstrapping) aufgebaut, ohne externe Investoren. Kroll ist ein Pionier im Bereich Social Entrepreneurship und setzt sich dafür ein, Technologie, Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement zu verbinden. Unter seiner Führung hat Ecosia über 215 Millionen Bäume weltweit gepflanzt, ökologische Projekte in Entwicklungsländern unterstützt und Transparenz als Kernprinzip etabliert.
Er ist außerdem aktiv in der Förderung von ClimateTech-Startups, unter anderem als Mitgründer des World Fund, einem der größten Venture-Capital-Fonds für Klimainnovationen. Kroll steht für einen Ansatz, bei dem unternehmerischer Erfolg mit messbarer positiver Wirkung für Umwelt und Gesellschaft kombiniert wird.
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