
Dr. Kathrin Gassert & Thomas Räuchle-Gehrig im Live Interview
Am Anfang ist es nur ein Gedanke: dass man Teehandel vielleicht ganz anders als in den herkömmlichen Formen organisieren und...
Beitrag lesenVon Entrepreneurship Campus

In ihrer Keynote „The power of dignity to drive systemic change. Muhammad Yunus” erläutert Maria Ida Palmieri die Entstehung und Wirkung des Social-Business-Ansatzes nach Muhammad Yunus anhand der Entwicklungen in Bangladesch. Ausgangspunkt ist die Kritik an klassischen Hilfs- und Entwicklungsmodellen, die Armut lindern wollen, ohne die zugrunde liegenden Systeme zu verändern. Social Business versteht sie als unternehmerischen Ansatz, der gezielt menschliche und gesellschaftliche Probleme löst und dabei wirtschaftlich nachhaltig ist.
Anhand der Entstehung der Grameen Bank zeigt sie, wie durch Mikrokredite, Vertrauen statt Sicherheiten und eine konsequente Fokussierung auf Frauen Millionen Menschen aus extremer Armut befreit wurden. Zentral ist dabei das Prinzip der Würde: Menschen werden nicht als Hilfsempfänger, sondern als verantwortungsfähige Unternehmerinnen und Unternehmer gesehen. Die Keynote macht deutlich, dass echter systemischer Wandel dort entsteht, wo wirtschaftliches Handeln, soziale Verantwortung und langfristiges Denken zusammenkommen. Abschließend überträgt Palmieri diese Prinzipien auf heutige globale Herausforderungen und ruft dazu auf, Social-Business-Denken auf lokale Kontexte anzuwenden.
1. Business kann Probleme lösen:
Unternehmen müssen nicht nur Profitmaximierung dienen, sondern können gezielt soziale und ökologische Herausforderungen adressieren.
2. Würde als Erfolgsfaktor:
Wer Menschen Vertrauen, Verantwortung und Zugang zu Ressourcen gibt, setzt enorme unternehmerische Energie frei.
3. Systeme statt Symptome verändern:
Nachhaltige Wirkung entsteht nicht durch Almosen, sondern durch neue wirtschaftliche Strukturen.
4. Klein anfangen, skalierbar denken:
Große Veränderungen beginnen mit kleinen Experimenten, die schrittweise wachsen.
5. Systemisches Denken ist entscheidend:
Gründer sollten bestehende Macht-, Abhängigkeits- und Anreizsysteme bewusst hinterfragen, um keine Ungerechtigkeiten zu reproduzieren.
Maria Ida Palmieri ist Expertin für Social Business und internationale Entwicklungszusammenarbeit. Sie arbeitet eng mit dem Umfeld von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus zusammen und ist in der globalen Verbreitung des Grameen-Ansatzes aktiv. Ihr Schwerpunkt liegt auf systemischem Wandel, sozialem Unternehmertum und der Stärkung benachteiligter Gruppen, insbesondere von Frauen. In ihrer Arbeit verbindet sie wirtschaftliches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung und setzt sich für würdige, nachhaltige Entwicklungsmodelle weltweit ein.
Du kannst nicht als Gast kommentieren, hast du bereits ein Campus-Profil? Hier einloggen.

Am Anfang ist es nur ein Gedanke: dass man Teehandel vielleicht ganz anders als in den herkömmlichen Formen organisieren und...
Beitrag lesen
Das Schweizer GDI Gottlieb Duttweiler Institute hat in einer neuen Studie nach „Chancen für ein nachhaltiges Ernährungssystem“ Ausschau gehalten –...
Beitrag lesen
Verstehen, was biologische Vielfalt für unser Leben bedeutet Es kriecht, fleucht, zirpt und summt erschreckend weniger auf Deutschlands Wiesen und...
Beitrag lesen